Bitburg. In der Walpurgisnacht wurde gegen 01.00 Uhr von einem maskierten Täter ein pyrotechnischer Brandsatz in den abgeschirmten Schleusenbereich der Polizeiinspektion Bitburg geworfen. Dieser detonierte und entfaltete unmittelbar eine starke sowie rot-gefärbte Rauchentwicklung. Im Zuge der sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen konnten zwei tatverdächtige Personen von starken Kräften der Bitburger Polizei im Bereich der Trierer Straße gestellt werden. Die Personen führten Sprühschablonen für die Anfertigung von Graffitis sowie mehrere Farbsprühdosen mit sich. Die Schablonen weisen Bezüge zur sog. "Antifa" auf. Im Stadtgebiet Bitburg konnte bereits in der Nacht ein frisches und mit den Schablonen korrespondierendes Graffiti festgestellt werden.

Die beiden Personen wurden vorläufig festgenommen und auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Trier strafprozessualen Folgemaßnahmen zugeführt. Hierbei konnte weiteres potenzielles Beweismaterial, insbesondere für den Angriff auf die Polizeidienststelle, sichergestellt werden. Die weiteren Ermittlungen mit dem Fokus auf der Auswertung des umfangreichen Spurenbildes sowie der Durchführung von kriminaltechnischen Untersuchungen dauern an. Die beiden Beschuldigten, eine 19-jährige Frau und ein 18-jähriger Mann aus dem Eifelkreis, wurden nach Abschluss der Maßnahmen entlassen. Die Polizeiinspektion Bitburg war infolge der massiven Rauchentwicklung stark verqualmt und musste durch die Feuerwehr Bitburg durchgelüftet werden. Messungen des Gefahrstoffzugs des Eifelkreises ergaben keine gesundheitsbeeinträchtigenden Werte. Es entstand Sachschaden im vierstelligen Bereich. Verletzt wurde durch den Angriff glücklicherweise niemand.

Zeugen des pyrotechnischen Angriffs auf die Polizeiinspektion Bitburg sowie der Sachbeschädigungen durch Graffiti oder etwaige Geschädigte einer Sachbeschädigung mittels Graffiti werden gebeten sich unmittelbar mit der Polizei in Bitburg, unter 06561-9685-0, in Verbindung zu setzen.

Malbergweich.  Ein technischer Defekt war die Ursache eines Feuers in einem Wohnhaus am 4. April in Malbergweich (Verbandsgemeinde Bitburger Land), bei dem zwei Menschen ums Leben kamen. Gegen 2.30 Uhr war das Feuer in einem Mehrfamilienhaus ausgebrochen. Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten im Inneren des Gebäudes zwei Personen nur noch leblos bergen. Bei einer Person handelte es sich um einen 52-jährigen Bewohner des Hauses. Die Ermittlungen zur Identifizierung des zweiten Toten dauern noch an. Es handelt sich vermutlich um einen polnischen Staatsangehörigen. Polnische Behörden wurden um Unterstützung bei der Identifizierung gebeten. Sieben weitere Bewohner wurden mit Rauchgasvergiftungen vorübergehen in umliegenden Krankenhäusern behandelt. Nach den Ermittlungen der Kripo Wittlich und der Staatsanwaltschaft Trier, die einen Gutachter hinzugezogen haben, dürfte das Feuer durch einen technischer Defekt beim Laden eines Handy Akkus entstanden sein.

Jünkerath. Beim Brand in einem Seniorenwohnheim am frühen Freitagmorgen, 24. April, in Jünkerath/Eifel wurde eine Mitarbeiterin verletzt. Mehrere Bewohner wurden evakuiert, konnten aber zwischenzeitlich wieder in die Einrichtung zurückkehren. Gegen 3.20 Uhr war das Feuer in einem Zimmer im unbewohnten Obergeschoss des Seniorenheims ausgebrochen. Die Pflegedienstmitarbeiter alarmierten sofort die Feuerwehr und den Rettungsdienst und brachten gemeinsam etliche Bewohner nach draußen. Dabei zog sich eine Pflegedienstmitarbeiterin eine Rauchgasvergiftung zu. Sie wurde zur Untersuchung in ein Krankenhaus verbracht. 14 Bewohner des Seniorenheims wurden vorsorglich an Ort und Stelle untersucht. Sie waren offenbar unverletzt geblieben. Nach Beendigung der Löscharbeiten und der Durchlüftung des Gebäudes konnten die Bewohner das Gebäude wieder betreten. Die Brandursache ist derzeit noch nicht geklärt. Die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen. Durch das Feuer wurden unter anderem mehrere Räume im Dachgeschoss beschädigt. Über die Höhe des Sachschadens können derzeit noch keine Angaben gemacht werden. Im Einsatz waren über 120 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehren und Rettungsdiensten.